Ausstellung Orangerie Schloß Augustusburg, Brühl, 2007 - 2008
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Orangerie_1.JPGUnter dem Leitbild "Kunst in Form und Farbe" stellt die Künstlerin im Jahre 2008 ihre Bilder und Skuplturen in der Orangerie des Schloßes Augustusburg in Brühl einer breiten Öffentlichkeit vor.



 

Die in Bronze gegossenen Köpfe sind kaum größer als Orangen. Ausgeprägte Wangen- und Kieferknochen, weich geschwungene Lippen und eine feine Nase prägen das Gesicht des Mannes, der geradeaus blickt. Die Frau hat die Augenlider agbesenkt. Die beiden sind ein Paar. Haben sie Streit, wenden sie ihre Gesichter voneinander ab. Will sie mit ihm reden, richtet sie ihr ovales Gesicht in seine Richtung. Umgekehrt geht das genauso. Denn die in Basalt-Stelen gesteckten Stäbe, die die Köpfe tragen, sind beweglich.

Im Hause Grieß seien die beiden bislang ein "Stimmungsbarometer" gewesen, erzählt Marie Luise Grieß schmunzelnd. Die Wesselingerin hat die Skulpturen geschaffen. Im Wohnzimmer ihres zweiten Wohnsitzes in der Eifel standen die beiden vor einem bodentiefen Fenster - "immer in unserem Blickfeld". Je nach Stimmung oder Stand der Kommunikation zwischen Grieß und ihrem Mann drehten die Eheleute an den Köpfen.

Am Sonntag eröffnete Grieß Ihre Ausstellung unter dem Titel "Kunst in Form und Farbe" in der Orangerie-Galerie von Schloss Augustusburg in Brühl.

Die 58-jährige ist eine experimentierfreudige Praktikerin. Erfrischend unverkrampft und humorvolll geht sie mit ihren Werken um. Ihre Skulpturen, die in Bronze gegossene "Ziege Hennes" zum Beispiel dekorierten ihren großen Garten in der Eifel. So schmückend wie ihre Skulpturen sind auch ihre abstrakten Gemälde aus den letzten Jahren, die zwischen den bodentiefen Fensterbögen der Orangerie hängen. Spiele aus Formen, Farben und Licht in Landschaften oder in alten Gemäuern inspirierten sie, erklärt die Malerin. Stets achtet sie auf das harmonische Zusammenspiel der Farben, wenn sie ihre Eindrücke in Acryl auf Leinwand verarbeitet. Hier bizarre, dort klare Formen und Strukturen verleihen den Bildern Dynamik, Schwung oder auch Ruhe. Vereinzelt werden die Gemälde zu Collagen. Im Bild "Perigeaux" zum Beispiel, das in der gleichnamigen französischen Stadt während eines Malkurses entstand und das das Element "Erde" thematisiert, finden sich kleine Stückchen von Flechten und Moos, ein Blatt und sogar Erdkrumen.

Es gibt Bilder, wie das vom Sonnenaufgang in einer Meeresbucht in der Türkei, in denen die Vorlagen aus der Natur noch zu erkennen sind. Die Interpretation anderer Bilder, wie ihres in Weiß und Beige gehaltenen Lieblingsbildes, bleibt ganz dem Betrachter überlassen.

(Quelle: Susanne Neumann im Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 36. vom 12.2.2008)

 

Nachfolgend findet der geneigte Betrachter einige fotografische Impressionen dieser Ausstellung.

 

 

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Begriff "Informel"

 

auch "Art informel" (französisch: formlose Kunst), Strömungen

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